Hier leben wir

Emmelsbüll ( Google Maps ) liegt ganz oben im Norden Schleswig-Holsteins, in Nordfriesland ( Wikipedia ) , in der Nähe von Niebüll , kurz vor Sylt.

Hier gibt es eben unendliche Weiten, sehr viele Schafe und einen unglaublichen Blick auf das Wattenmeer der Nordsee…

Und es gibt hier einen unheimlichen Boden (Kleiboden), der alles verschlingen kann und will, man muß ihn nur zu bewältigen wissen…

 

 

 

 

 

Quelle: Hermann Löns – Mein grünes Buch / Ein Pirschtag am Kahnstein

Jeder Schritt muß überlegt werden auf dem schlüpfrigen, zähen Kleiboden; nicht auf die Sohlen, auf den Absatz allein ist hier Verlaß.

Quelle: http://www.uni-kiel.de/forum-erdkunde/hintergr/sh1995/01c_nord.htm

Das heutige Nordfriesland ist nur ein Rest einer ursprünglich weiter nach Westen reichenden Geestlandschaft, von der die Inseln Sylt, Amrum und Föhr heutige Überreste darstellen. Das bedeutet, daß es bei dem nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg zu einem Zurückweichen der Küstenlinie nach Osten kam. Dies läßt sich wie folgt erklären:

Zunächst wurde der Meerespiegelanstieg in Nordfriesland von starken Sedimentationsvorgängen begleitet. Der flach nach Westen abfallenden Küstenlinie waren im Westen Geestkerne vorgelagert. Hier bildeten sich Nehrungslinien aus, und hinter den Geestkernen kam es zur Bildung eines Marschgürtels. Die der Flandrischen Transgression folgende Regressionsphase beendete die Weiterbildung der Marsch. Die Geestkerne mit ihren nehrungsartigen Wällen schützten das Hinterland vor den Fluten; durch weitgreifende Sedimentation und entwässernde Geestflüsse setzte ein Vermoorungsprozeß ein. Hier siedelten die von der Rheinmündung kommenden Friesen, die ihre Häuser auf Warften errichteten. Zur Salz- und Brennmaterialgewinnung stachen sie den während der Dünkirchen Transgression mit Meersalz angereicherten Torf ab. Das Land wurde dadurch tiefergelegt, was die folgenden Landverluste noch verstärkte. Zu nennen sind hier vor allem zwei Sturmfluten (1362 und 1634), die wegen ihrer katastrophalen Auswirkungen die zwei “groten Manndränken? genannt wurden. Es kamen dabei Tausende von Menschen um, und ein großer Teil des Marschlandes ging verloren.

Erhalten blieben bis heute:

* die drei Geestinseln Sylt, Amrum und Föhr,

* Pellworm und Nordstrand als Reste des alten Marschlandes,

* die 10 Halligen, die z. T. erst durch Aufschlickung wieder auf Sockeln des mittelalterlichen Marschlandes hochwuchsen.

 

Quelle: http://www.nf-verein.de/geschichte.htm#punkt5

Der Kreis Nordfriesland umfasst gut 2000 Quadratkilometer ? und gehört im übrigen mit 73 Einwohnern je Quadratkilometer zu den am dünnsten besiedelten Regionen in ganz Deutschland.

Aber der friesische Siedlungsraum ist ungefähr ein Drittel kleiner als der heutige Kreis Nordfriesland. Andererseits war das friesische Siedlungsgebiet zur See hin früher viel größer. Die heutigen Wattflächen wurden größtenteils einst von Friesen bewohnt und bewirtschaftet, waren ein Teil Nordfrieslands und sind es letztlich auch heut noch. Sie gehören seit 1985 zum Nationalpark Wattenmeer und umfassen immerhin noch einmal gut 1000 Quadratkilometer. Durch die Jahrhunderte hat sich die Größe Nordfrieslands im ständigen Wechsel von Landgewinn und Landverlust immer wieder verändert. Dieser Prozess ist heute weitgehend zum Stillstand gekommen. Landgewinn im großen Stil wird aus ökologischen Gründen nicht mehr betrieben. Und die Nordsee verwandelt kaum noch Land in Watt. .

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Nordfriesen

Nordfriesen sind im Allgemeinen die Bewohner des Kreises Nordfriesland in Schleswig-Holstein und im Besonderen die dort beheimatete Volksgruppe der Friesen, welche die westgermanische friesische Sprache verwendet, die durch die schleswig-holsteinische Landesverfassung und durch das Friisk Gesäts (deutsch: Friesisch-Gesetz) besonders geschützt ist.

Sie gelten als autochthone Minderheit in Deutschland. Auch nördlich der Grenze, an der Vidå (deutsch: Wiedau) in Dänemark, leben Nordfriesen. Die Friesen wanderten ab etwa 800 in Schleswig ein, wo sie zunächst nur die Inseln und später auch die Küste besiedelten.

Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Nordfriesland#Geschichte

In zwei Schüben wanderten Friesen aus dem Süden nach Nordfriesland ein. Im achten Jahrhundert besiedelten sie vor allem die Inseln Helgoland, Sylt, Föhr, Amrum und vermutlich Teile Eiderstedts. Die Marschwurde in einer zweiten Auswanderungswelle um die Jahrtausendwende in Besitz genommen. Nach mehreren Sturmfluten siedelten Friesen auch auf der Geest an.

Die Region Nordfriesland umfasst – grob gesehen – den Küstenstreifen zwischen den Flüssen Eider und Vidå an der deutsch-dänischen Grenze, die Nordfriesischen Inseln und Halligen sowie das angrenzende Wattenmeer. Nordfriesland wurde erstmals 1424 urkundlich erwähnt. Die friesisch besiedelten Harden waren im Mittelalter in den Uthlanden zusammengeschlossen und hatten ein eigenes Friesisches Recht. Genauer sieht man an Orts- und Flurnamen, dass auch im Süden des heute dänischen Nordschleswig, insbesondere in der Schluxharde Nordfriesen gesiedelt haben könnten.

Qelle: http://www1.fa.knaw.nl/noardfrysk/lessen.html

Der Nordfriese:

Ik måå je uk nuch uu sü hål ma de am swin än gris snååke. Än am löme, da san sü njüti.

Der Deutsche:

“Na, dann ratet mal”

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